Für Menschen mit Diabetes und moderatem oder hohem Ulkusrisiko (IWGDF-Risiko 2–3) empfiehlt die IWGDF, eine tägliche Selbstmessung der Fusshauttemperatur in Betracht zu ziehen. Liegt die Links-rechts-Differenz an zwei aufeinanderfolgenden Tagen über 2,2 °C, sollen Aktivität reduziert und Fachpersonen konsultiert werden.
Diabetischer Fuss: Veränderungen sichtbar machen, bevor sie sichtbar werden.
Thermografie ergänzt die bestehende Fussuntersuchung um objektive Temperaturinformationen und macht Veränderungen über die Zeit leichter vergleichbar.

Was der Patient nicht spürt, sieht man oft erst spät.
Die diabetische Neuropathie kann die Wahrnehmung von Druck, Reibung und beginnender Entzündung vermindern. Die visuelle Inspektion zeigt Veränderungen häufig erst, wenn der Gewebeschaden bereits sichtbar ist.
Drei zusätzliche Dimensionen für die Fussuntersuchung.
Genau sehen, wo eine Temperaturauffälligkeit auftritt.
Temperaturdifferenzen in definierten Regionen (ROI) messen.
Das heutige Bild mit früheren Untersuchungen vergleichen.
In wenigen Minuten Teil der Routineuntersuchung.
- 01Beide Füsse aufnehmen
- 02Links/rechts vergleichen
- 03Asymmetrien identifizieren
- 04Mit klinischem Befund interpretieren
- 05Wiederholen und Verlauf kontrollieren
Wo Thermografie in der Fussversorgung hilft.
DFU-Prävention
Areale mit erhöhter Temperatur frühzeitig erkennen und präventive Massnahmen einleiten.
Charcot-Fuss
Hauttemperatur reproduzierbar erfassen und die Aktivität im Verlauf beobachten.
Orthesen & Einlagen
Druck- und Reibungsstellen durch Einlagen sichtbar machen und Anpassungen überprüfen.
Wundheilung
Entzündungsbezogene Temperaturmuster im Heilungsverlauf dokumentieren.
Vaskuläre Befunde
Auffällige Temperaturverteilungen als Hinweis für eine weitere Gefässabklärung.
Rezidivmonitoring
Nach abgeheiltem Ulkus regelmässig vergleichen und Veränderungen früh erkennen.
Was Wärmebilder in der Praxis gezeigt haben.

Frühes auffälliges Areal
Lokal erhöhte Temperatur (rot) zeigt Areale mit asymmetrischem Profil, die klinisch abgeklärt werden sollten.
Reibung durch Einlage erkannt – und behoben


Massgefertigte Einlagen wurden auf Basis der Wärmebilder angepasst; die Problemzone zeigt danach keine Auffälligkeit mehr.

Gefässproblem bei der Fusskontrolle entdeckt
Patient kam zur Ulkuskontrolle rechts; das Wärmebild zeigte eine deutlich kühlere linke Extremität. Nach weiterer Abklärung wurde eine arterielle Stentversorgung durchgeführt.
Fallbeispiele aus dem klinischen Einsatz von Thermidas (u. a. Tampere University Hospital). Einzelfälle, keine Aussage zur allgemeinen Wirksamkeit.
Temperaturmonitoring in internationalen Empfehlungen.
Thermografie-gestütztes Präventionsprotokoll
In einer offenen RCT mit 120 Teilnehmenden (60/60) in ressourcenarmen Settings zeigte die Interventionsgruppe nach 6 Monaten eine signifikant niedrigere Rezidivrate diabetischer Fussulzera. Die Intervention kombinierte Fusspflege und Schulung, deren Frequenz anhand des thermografisch erhobenen Risikos festgelegt wurde.

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Mobiles All-in-One-System mit 384×288 Wärmebildkamera, 10,1″ Display und VistaClinic-Software für ROI-Messung, Seitenvergleich und Verlaufsdokumentation.
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Thermidas ist ein unterstützendes Instrument für Beurteilung, Prävention und Verlaufskontrolle. Es stellt keine eigenständige Diagnose diabetischer Fussulzera und ersetzt weder die klinische Untersuchung noch etablierte Protokolle.